Viele Gäste beim Brunch für Maschener und Flüchtlinge

Gemeinsam essen, ins Gespräch kommen, zusammen Spaß haben: Am 12. September kamen 50 Flüchtlinge aus vielen Ländern (u.a. Pakistan, Afghanistan, Sudan, Irak, Georgien, Eritrea, Iran, Libanon, Nepal, Palästina und Algerien) und über den ganzen Tag verteilt ca. 100 Einheimische zum Brunch bei der Maschener Friedenskirche. „Come and share“ war die Devise, und tatsächlich bogen sich im Gemeinderaum der Friedenskirche fast die Tische, als alle Besucher ihr mitgebrachtes Essen auf dem Buffet platziert hatten. Die Flüchtlinge haben am Morgen Spezialitäten aus ihren Heimatländern gekocht und mitgebracht: Halwa Puri, Channa Masala und Parathas aus Pakistan, Kabli Palaw aus Afghanistan und Fatera aus dem Sudan (alles sehr lecker und zum Teil auch schnell aufgebraucht) bildeten einen schmackhaften Kontrast zu deutschen Brötchen mit Käse, Aufschnitt, selbst gekochten Marmeladen, Pflaumenkuchen und Schokomuffins.

Die Grundidee der Veranstaltung ging jedenfalls voll auf: Beim Essen und in ungezwungener Atmosphäre kamen Seevetaler und Flüchtlinge ins Gespräch. Der ehrenamtlich organisierte Deutschunterricht trug erste Früchte, ansonsten wurde Englisch gesprochen – oder notfalls auch mit Händen und Füßen. Man plauderte über das Hobbys, Körperteile, den Straßenverkehr oder Berufe (die Schwerpunktthemen im Unterricht). Aber nicht nur. Manche Flüchtlinge erzählten auch von den Lebensumständen in ihren Heimatländern, ihren zurückgelassenen Familien oder den teils lebensgefährlichen Fluchten. Schicksale, die sich die meisten von uns – Gott sei Dank – kaum vorstellen können.

Das hielt jedoch kaum jemanden davon ab, ausgelassen bei strahlendem Sonnenschein Fußball, Volleyball oder Tischtennis zu spielen, auf der Slackline zu balancieren oder auf Stelzen zu laufen. So kamen auch Kinder und Jugendliche, die vielleicht anfangs nicht recht wussten, wie sie sich verhalten sollen (weil eine gemeinsame Sprache fehlte oder das passende Gesprächsthema), fröhlich und unkompliziert mit den Flüchtlingen in Kontakt. „Sport hat seine eigene Sprache!“

Die Initiatoren, eine kleine Gruppe freiwilliger Helfer aus Maschen, ist mit dem Tag ausgesprochen zufrieden: erfreulich viele Seevetaler aus allen Generationen – vom Baby bis zum Senior – sind gekommen, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Und um einen Teil zur Integration beizutragen – denn dies ist eine große Gemeinschaftsaufgabe, die alle angeht und die nur zusammen funktionieren kann.

Danke an alle, die dabei waren!

Sollten auch Sie Interesse haben, sich einzubringen, melden Sie sich bitte bei Regina Schmidt oder Susanne Meyer-Laborius oder kommen Sie einfach zum Internationalen Café. Die nächsten Termine und Orte erfahren Sie unter www.maschen.help/Termine