Bilder vom internationalen Cafe 18.06.2016

Vortrag: Flüchtlinge im internationalen Kontext

Fluchträume
Dr. Mirjam Laaser
vom Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen
spricht über
Flucht und Migration im internationalen Kontext
01.03.2016  –  19:30 Uhr
Ev.-luth. KG Maschen, Gemeindesaal, Horster Landstr. 17

Flucht und Migration im internationalen Kontext

Ende des Jahres 2014 waren über 59,5 Millionen Menschen auf der Flucht, acht Millionen mehr als ein Jahr zuvor (UNHCR). Durch den Krieg in Syrien wurden ca. 4 Millionen Menschen zu Flüchtlingen, ca. 8 Millionen Menschen zu Binnenvertriebenen.
Flucht und Vertreibung haben in den vergangenen zwei Jahren auch in Afrika erheblich zugenommen, vor allem als Folge des Bürgerkriegs in der Zentralafrikanischen Republik und des Konflikts im Sudan. Dieser hohe Anstieg an Flüchtlingen hat sowohl Auswirkungen auf die Hilfsbudgets der Geberstaaten, soweit sie ihrer Verantwortung in diesem Bereich nachkommen, als auch auf die Aufnahme- und Versorgungskapazitäten der Staaten, die mit den Flüchtlingskrisen unmittelbar konfrontiert sind.
Eine internationale Perspektive braucht es auch im Kontext der Tätigkeiten des Missionswerks in Deutschland. Viele Gemeinden sind in der Begleitung von Flüchtlingen engagiert und machen so Erfahrungen mit Fremdheit und der Notwendigkeit, sich mit Fragen von Interkulturalität auseinanderzusetzen. In unserer Arbeit verdeutlichen wir, dass die aufnehmende Gesellschaft und die Einwanderungsgruppen keine abgeschlossenen Einheiten sind. Ein solcher Ansatz bekräftigt nur das Trennende zwischen den Kulturen anstatt das Verbindende zu identifizieren. Man braucht keine homogene Gesellschaft, um friedlich zusammenzuleben. Im Zeitalter der Mobilisierung von Menschen, Gütern und Ideen sind Lebensläufe über nationalstaatliche Grenzen hinweg längst Normalität. Aus diesem Grund sollten unbedingt die Perspektive der MigrantInnen und ihre jeweiligen Interessen und Lebensbedingungen berücksichtigt werden.

Lebendiger Adventskalender am Reiherhorstweg

Erneut gab es für die Geflüchteten aus dem Reiherhorstweg eine tolle Gelegenheit zu zeigen, wie Integration funktionieren kann.
Nach der sehr gelungenen Teilnahme am Horster Adventsbasar, hatten die Geflüchteten im Zuge des „Lebendigen Adventskalenders“ die Chance, Maschener und Interessierte zu sich auf das Gelände am Reiherhorstweg einzuladen. Die Gastgeber-Rolle mussten sie nicht allein bewältigen, sondern die Schüler des Gymnasiums Meckelfeld haben im Rahmen eines Schulprojektes gemeinsam mit den Geflüchteten den Abend vorbereitet. Lebendiger Adventskalender am Reiherhorstweg weiterlesen

Viele Gäste beim Brunch für Maschener und Flüchtlinge

Gemeinsam essen, ins Gespräch kommen, zusammen Spaß haben: Am 12. September kamen 50 Flüchtlinge aus vielen Ländern (u.a. Pakistan, Afghanistan, Sudan, Irak, Georgien, Eritrea, Iran, Libanon, Nepal, Palästina und Algerien) und über den ganzen Tag verteilt ca. 100 Einheimische zum Brunch bei der Maschener Friedenskirche. „Come and share“ war die Devise, und tatsächlich bogen sich im Gemeinderaum der Friedenskirche fast die Tische, als alle Besucher ihr mitgebrachtes Essen auf dem Buffet platziert hatten. Die Flüchtlinge haben am Morgen Spezialitäten aus ihren Heimatländern gekocht und mitgebracht: Halwa Puri, Channa Masala und Parathas aus Pakistan, Kabli Palaw aus Afghanistan und Fatera aus dem Sudan (alles sehr lecker und zum Teil auch schnell aufgebraucht) bildeten einen schmackhaften Kontrast zu deutschen Brötchen mit Käse, Aufschnitt, selbst gekochten Marmeladen, Pflaumenkuchen und Schokomuffins. Viele Gäste beim Brunch für Maschener und Flüchtlinge weiterlesen

Fußballspiel St. Pauli gegen Borussia Dortmund am 08. September 2015 im St. Pauli Stadion in Hamburg

Refugees welcome – Flüchtlinge willkommen

Unter diesem Motto hatte der FC. St. Pauli eingeladen und es war ein großartiges Ereignis!

Wir hatten das große Glück, dass von den Flüchtlingen in Maschen, die im Reiherhorst wohnen, 31 Menschen mit zum Spiel fahren konnten. Initiiert wurde alles von der Flüchtlingsinitiative Hittfeld durch Herrn Gerrit Krüger, der alles super organisiert hatte und dem wir hiermit ein großes Dankeschön sagen.

Wir waren somit 6 Betreuer für 31 Flüchtlinge. Es war natürlich etwas schwierig, da gern noch weitere Bewohner mitgekommen wären. So musste das Los entscheiden. Nachdem die Sondergenehmigung auch noch gerade rechtzeitig eintraf, die Flüchtlinge dürfen den Landkreis Harburg nicht verlassen, konnte es endlich losgehen. Fußballspiel St. Pauli gegen Borussia Dortmund am 08. September 2015 im St. Pauli Stadion in Hamburg weiterlesen